Montag, 15. Mai 2017
Gewitter
Gewitter

Schwer liegt die Luft über der Stadt. Kaum Luft zum Atmen da. Menschen schwitzend. Langsam dahin kriechend. Nach Luft ringend. Gerade noch blauer Himmel. Sonne hoch am Himmel gewesen. Schwere graue Wolken ziehten auf. Verdecken die Sonne. Vögel gerade noch munter dahin geflattert. Verstummt. Die Luft wird dicker. Kein Windhauch mehr. Menschen schnell huschend nach Hause. Ahnend, dass etwas kommt. Etwas gewaltiges. Vögel verkriechen sich hoch in den Kronen der Bäume. Für niemanden sichtbar. Hundebesitzer drehen schnell noch eine letzte Runde mit den Hund. Straßen leeren sich. AuMotos noch auf den Straßen. Es wirkt wie ausgestorben. Eine drückende Stimmung. Es scheint, als ob die Zeit still steht. Als ob die Welt für einen Augenblick aufgehört hätte sich zu drehen.
Dann. Ein Prasseln. Von jetzt auf gleich. Knallt der Regen voller Kraft auf den Asphalt. Die Dächer der Häuser. Hinterlässt einen nassen Film. Auf den Straßen. Dächern. Autos. Ein Donnern. Ein Vorbote. Erst ein leises. Doch es wird lauter. Es kommt näher. Bedrohlich schon fast. Dann Ruhe. Ein Lichtblitz. Erhellt für den Bruchteil einer Sekunde die Schwere. Die Dunkelheit. Erhellt für einen Bruchteil Einer Sekunde die schweren. Düsteren Wolken. Dann wieder ein lautes Donnern. Laut bricht es über die Dächer der Stadt zusammen. Stetig prasselt der Regen. Scheint kein Ende zu nehmen. Doch die Blitze entfernen sich
Das Donnern wird leiser. Die Abstände werden größer. Nur der Regen bleibt. Reinigt die Luft. Den Boden. Doch auch er wird sanfter. Der Himmel lichtet sich. Die schweren düsteren Wolken ziehen worüber. Machen der Sonne Platz. Das Zwitschern der Vögel ist wieder vernehmbar. Flattern wieder rum. Menschen kommen aus ihren Häusern raus. Öffnen die Fenster. Lassen die Luft.
Hundebesitzer gehen wieder raus. Gemächlich. Langsamen Ganges.
Die Luft ist wieder angenehm. Frisch. Sauber. Klar. Lockt einen Raus. Alles wirkt so beruhigend. So klar. So deutlich.

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